Augenunabhängige Risikofaktoren
Es gibt zahlreiche augenunhängige Risikofaktoren für eine AMD mit Sehbehinderung.
Augenunabhängige Risikofaktoren
Genetischer Status
Es wurden insbesondere Mutationen in 2 Genen eindeutig identifiziert, die mit einem erhöhten Risiko, eine AMD mit Sehbehinderung zu entwickeln, in Zusammenhang stehen. Dies sind die Komplement-Faktor H (CFH) und altersbedingte Makuladegeneration Prädisposition 2 (ARMS2) Gene. Diese wurden im Jahr 2005 als die beiden Hauptrisikogene für die AMD identifiziert und in mehreren Dutzend Folgearbeiten weltweit bestätigt. Zusammen begründen diese beiden Gene, Schätzungen zufolge, über 50 % des Risikos eine AMD mit Sehbehinderung zu entwickeln.
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AMD mit Sehbehinderung in der Krankengeschichte der Familie
Eine AMD mit Sehbehinderung in der Familienanamnese ist einer der wichtigsten und nachgewiesenen Risikofaktoren für diese Erkrankung. Man geht davon aus, dass das Risiko für die Entwicklung einer AMD mit Sehbehinderung bei einem Verwandten ersten Grades (d.h. Elternteil/Bruder/Schwester) mit dieser Erkrankung dreimal so hoch ist als bei einem Menschen ohne solch einen bestätigten Fall in der Familie.
Zigarettenkonsum
Rauchen ist einer der wichtigsten und nachgewiesenen Risikofaktoren für eine AMD mit Sehbehinderung. Das Risiko für die Entwicklung einer AMD mit Sehbehinderung ist unter Menschen, die gegenwärtig Raucher sind, zwei- bis dreimal so hoch als bei Menschen, die niemals eine Zigarette geraucht haben.
Ernährung
Aktuelle Untersuchungen haben gezeigt, dass es sich bei der Ernährung um einen bedeutenden Risikofaktor für die AMD mit Sehbehinderung handelt. Insbesondere geht man davon aus, dass eine Ernährung, in deren Rahmen makuläre Carotenoide aufgenommen werden, sehr wichtig für die Prävention des Ausbruchs einer AMD mit Sehbehinderung ist.
Supplementierung mit Antioxidantien
Es wurde gezeigt, dass eine Supplementierung mit Antioxidantien dazu beiträgt, die Entwicklung einer AMD ohne Sehbehinderung hin zu einer AMD, bei der das Sehvermögen beeinträchtigt wird (d.h. die Vermeidung des Fortschritts einer AMD, die sich noch nicht auf das Sehvermögen ausgewirkt hat, hin zu einer AMD, die Folgen für das Sehvermögen hat), zu hemmen. Ebenso steigt die Zahl der Nachweise dafür, dass sich eine Supplementierung mit Antioxidantien einschließlich von makulären Carotenoiden günstig auf die Verzögerung des Ausbruchs oder Verlaufs der AMD auswirken kann.
Ethnizität
Die weiße (kaukasische) Abstammung wird mit einem erhöhten Risiko für eine AMD mit Sehbehinderung in Zusammenhang gebracht. Jedoch nimmt die Prävalenz der AMD mit Sehbehinderung auch unter den Menschen mit anderer Abstammung zu. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass die Lebensgewohnheiten der westlichen Welt nunmehr weltweit rasche Verbreitung finden (z.B. Fehlernährung mit zu wenig Früchten und Gemüse).
Adipositas
Adipositas wird als einer der Risikofaktoren für eine AMD mit Sehbehinderung angesehen. Die Annahme, dass es sich bei der Adipositas um eine wichtige Determinante für die Entwicklung einer AMD mit Sehbehinderung handelt, wird in zunehmendem Maße bestätigt.
Geschlecht
Das weibliche Geschlecht gilt als Risikofaktor für die Entwicklung einer AMD mit Sehbehinderung. Dabei geht man davon aus, dass der Zusammenhang aufgrund hormoneller Vorgänge besteht (d.h. im Zusammenhang mit dem Östrogen). Jedoch lassen die vorhandenen Nachweise hier noch keine endgültigen Aussagen zur Bedeutung dieses Faktors zu. Die höhere Prävalenz der AMD mit Sehbehinderung bei Frauen kann der Tatsache geschuldet sein, dass Frauen länger leben.
Kumulierte Exposition gegenüber sichtbarem Licht
Die kumulierte Exposition gegenüber sichtbarem Licht wird als ein Risikofaktor für eine AMD mit Sehbehinderung angesehen und ist auch in europäischen Studien belegt worden..
Cholesterin
Ein hoher Cholesterinblutwert wird als ein Risikofaktorfür eine AMD mit Sehbehinderung angenommen.
Bluthochdruck/Hypertension
Bluthochruck wird als ein Risikofaktor für eine AMD mit Sehbehinderung vermutet.
Diabetes
Diabetes kann das Risiko, eine AMD mit Sehbehinderung zu entwickeln, erhöhen. Dieses Risiko ist mit Angiogenese (Bildung neuer Gefäße) verbunden. Das Risiko ist bei schlecht eingestellter Typ 2- Diabetes am höchsten (Erkrankung in höherem Alter, weitestgehend Diät-und Medikamenten kontrolliert). Typ 1- Diabetiker (Erkrankung in jungem Alter, Insulin kontrolliert) sind weniger gefährdet. Allerdings ist die Kontrolle auch bei diesen Personen wichtig.


